Das ist der Blog von Elke Bürger. Hier finden Sie alles, was es über ihre musikalischen Aktivitäten zu wissen gibt!
Klarinette und Akkordeon- und die Sache mit der Gleichberechtigung
Ich komme aus der klassischen Richtung und kenne die Klarinette aus unterschiedlichen Besetzungen: mit Klavier oder Orchester, in Bläserensembles und in der Kammermusik mit Streichern. Dort sind die Rollen meist klar verteilt. Als die Idee entstand, mit Akkordeon zu spielen, war das für mich deshalb zunächst etwas ganz Neues.
Schnell wurde mir bewusst, welche Möglichkeiten in dieser Kombination liegen. Das Akkordeon kann harmonisch tragen, eine eigenständige Melodie übernehmen oder einen ganzen Klangraum öffnen. Auch die Klarinette ist nicht automatisch auf die Melodiestimme festgelegt. Die Rollen können sich jederzeit verändern – und unter Hinzunahme der Bassklarinette allemal!
Ein weiterer, ganz praktischer Aspekt ist die Unabhängigkeit von einem vorhandenen Instrument vor Ort. Mit dem Akkordeon bringen wir unser eigenes harmonisches Fundament einfach mit. Wir sind unabhängig davon, ob ein Klavier da ist, ob es gestimmt ist oder ob es überhaupt den klanglichen und technischen Anforderungen entspricht, die wir für unsere Musik brauchen. Das gibt uns eine besondere Freiheit: Wir sind nicht darauf angewiesen, was uns an einem Veranstaltungsort erwartet, sondern können unsere Klangwelt selbst mitbringen und gestalten.
Da es für Klarinette und Akkordeon vergleichsweise wenig Originalliteratur gibt, bearbeiten Janina und ich viele Werke. Dabei geht es uns nicht darum, eine ursprüngliche Besetzung möglichst genau nachzuahmen. Wir fragen vielmehr: Was braucht diese Musik – und was kann gerade unsere Besetzung daraus machen?
In den Proben entstehen immer wieder neue Klangverbindungen. Eine Begleitstimme bekommt plötzlich eigenes Gewicht, die Klarinette verschmilzt mit dem Akkordeon oder tritt bewusst in Kontrast zu ihm. Mal führt die eine, mal die andere Stimme. Aus Nähe und Eigenständigkeit entwickelt sich ein musikalischer Dialog.
Bei jeder Bearbeitung suchen wir neu nach dem Kern eines Stücks: Welche Stimme braucht jetzt Raum? Wann ist Nähe wichtig, wann Kontrast? Welche Klangfarbe entsteht überhaupt erst durch das Zusammenspiel dieser beiden so unterschiedlichen Instrumente?
Viele der Antworten, die wir dabei gefunden haben, sind auf unserem Album deeper insight – Klangspuren im Leben zu hören. Für mich ist Klarinette und Akkordeon deshalb weit mehr als eine ungewöhnliche Instrumentenkombination: Es ist eine gemeinsame Klangsprache, die sich mit jedem Stück weiterentwickelt – mit der Freiheit, jeden geeigneten Raum bespielen zu können.
Hört euch an, was ich meine!
Das Album hören: https://music.apple.com/de/album/deeper-insight/6810140889
Die CD bestellen: [Link zu amazon]
Da, schaut! Und dann hört:
https://www.himmelsbogen-stuttgart.de/musik/zuhoeren/musik-rot-programm



ES IST SOWEIT: HEUTE ERSCHEINT UNSERE CD „deeper insight“



Obwohl ich diese Musik seit Jahren kenne und mich im letzten halben Jahr intensiv mit unserer CD auseinandergesetzt habe, fühlt es sich besonders an, sie nun aus der Hand zu geben.
Unsere Interpretationen der Werke entwickeln sich immer weiter. Und in jedem Konzert entsteht durch das Miteinander von uns Künstlerinnen und dem Publikum aus dem Moment heraus immer wieder etwas Überraschendes, Schönes und Neues. Ich liebe das!
Eine CD ist noch einmal etwas anderes: Sie hält einen ganz bestimmten Moment unseres gemeinsamen musikalischen Weges fest. Einen Moment, den wir genauso empfunden, gestaltet und zum Klingen gebracht haben – und der nun bleiben darf.
Und genau das finde ich inzwischen unglaublich schön: „deeper insight“ geht hinaus in die Welt. Unsere Musik darf Menschen erreichen, die vielleicht noch nie in einem unserer Konzerte waren, darf gehört, wiedergehört und ganz persönlich entdeckt werden.
Nach all der intensiven Arbeit der vergangenen Monate bin ich vor allem glücklich, gespannt – und auch ein bisschen stolz.
Jetzt ist sie da. Unsere „deeper insight“.
Und ich bin unglaublich gespannt, was sie bei euch auslöst! ♥️
Wie immer zum Thema D´Ané findet ihr tieferen Einblick unter: http://duoane.com
So wird sie aussehen!

Heute können wir euch endlich das Cover unserer neuen CD zeigen.
Mehr über unsere Beweggründe zu dieser Produktion lest ihr auf:
https://duoane.com/2026/08/10/deeper-insight-klangspuren-im-leben/
D’Ané – CD-Release „deeper insight – Klangspuren im Leben“
15 Jahre gemeinsamer Weg – mit Höhen und Tiefen, besonderen Begegnungen und bewegenden Wendepunkten. Ein tragischer Unfall hat uns einst zusammengeführt. Was damals aus einem Schicksalsmoment entstand, ist über die Jahre zu einer tiefen musikalischen und menschlichen Verbindung gewachsen.
Im vergangenen Jahr mussten wir die Produktion unserer CD aufgrund tragischer Ereignisse verschieben. Umso mehr bedeutet es uns, dass „deeper insight – Klangspuren im Leben“ nun endlich das Licht der Welt erblickt.
Unsere Musik erzählt von diesem gemeinsamen Weg. Klarinette und Akkordeon verschmelzen dabei zu einer Einheit: Wir denken, atmen und gestalten gemeinsam – und manchmal klingt es, als würden zwei Instrumente zu einem einzigen werden.
Auf der CD finden sich Werke, die uns besonders am Herzen liegen – von der Musik des Barock über zauberhafte Ballettmusik bis hin zu den leidenschaftlichen Tangos von Astor Piazzolla.
CD-Release-Konzert D’Ané
Sonntag, 13. September 2026
18 Uhr
Auferstehungskirche Stuttgart
Haldenrainstraße 200
Wir freuen uns sehr, diesen besonderen Moment mit euch zu teilen – und euch ein Stück unserer Geschichte in Musik zu schenken.
Mehr findet ihr auf unserer Website:

Ein Herzensthema

Wer mein „Duo Ané“ kennt, kennt auch unsere Konzertlesung „Was wäre, wenn Weihnachten…?“ mit Felix Weise als Sprecher, die es seit 2023 gibt.
Seitdem ist diese Konzertlesung für uns etwas sehr Besonderes geworden. Jeder Abend hat seine eigene Stimmung, seine eigene Tiefe, seine eigene Begegnung mit dem Publikum. Und jedes Mal spüren wir neu, dass dieser Abend Menschen erreicht.
Vielleicht gerade deshalb, weil er nicht einfach das erfüllt, was man zunächst mit Weihnachten verbindet. Es geht darin nicht um Weihnachtslieder und Frohsinn allein, nicht um festliche Oberfläche und vertraute Stimmung. Uns hat an diesem Programm von Anfang an etwas anderes interessiert: der Blick auf das, was im Alltag oft untergeht. Auf das Zwischenmenschliche. Auf die feinen Verschiebungen in der Wahrnehmung. Auf die Frage, warum Menschen so sind, wie sie sind, warum sie reagieren, wie sie reagieren, und was sich verändert, wenn wir bereit sind, genauer hinzusehen.
In den Texten und in der Musik von Was wäre, wenn Weihnachten…? geht es genau darum. Um Geschichten, in denen Menschen einander verfehlen und trotzdem nach Nähe suchen. Um Missverständnisse, Verletzlichkeit, Sehnsucht, Überforderung, Erinnerung. Um die Fähigkeit, wahrzunehmen. Um den Wunsch, zu verstehen. Und vielleicht noch mehr: um die Bereitschaft, verstehen zu wollen.
Gerade darin liegt für uns der Kern dieses Abends. Denn Verstehen ist nichts Abstraktes. Es beginnt oft in einem kleinen Moment: in einem zweiten Blick, in einem anderen Hören, in dem Entschluss, einen Menschen nicht vorschnell auf seinen ersten Eindruck festzulegen. Daraus kann etwas entstehen, das über den Augenblick hinausweist: ein Gespräch, ein neuer Gedanke, manchmal sogar so etwas wie echter Diskurs.
Für uns als Duo ist das auch künstlerisch ein ganz wesentlicher Punkt. Musik lebt von Wahrnehmung. Gerade in der Kammermusik geht nichts ohne dieses genaue Hören: aufeinander achten, reagieren, Raum geben, aufnehmen, antworten. Zwischen Klarinette und Akkordeon entsteht Musik nicht einfach nebeneinander, sondern im Miteinander. Im Hören. Im Timing. Im Vertrauen darauf, dass Kommunikation nicht erst mit dem Wort beginnt, sondern schon im Klang, im Atem, in der Stille dazwischen.
Deshalb war uns Was wäre, wenn Weihnachten …? immer mehr als ein saisonales Programm. In den vergangenen Auftritten ist uns immer deutlicher geworden, dass das, was uns darin beschäftigt, nicht nur für diese eine Zeit im Jahr Bedeutung hat. Die Fragen, die wir dort stellen, tragen weit darüber hinaus. Sie gehören in den Alltag. In unsere Begegnungen. In unser Hören aufeinander. In die Kunst. Und in das, was Kunst in uns auslösen kann.
Aus dieser Erfahrung heraus ist Was wäre, wenn …? entstanden.
Für uns ist das eine Weiterentwicklung. Ein neuer Raum für dieselben wesentlichen Fragen. Ein Raum, in dem wir gemeinsam weiterdenken, weiterhören, weiter erzählen können. Über das, was uns als Künstlerinnen beschäftigt. Über das, was uns im Menschlichen berührt. Und über das, was im Alltag oft übersehen wird und doch so viel in Bewegung setzt.
Wir freuen uns sehr, diesen Weg weiterzugehen.
Hier geht es zur Projektseite von WAS WÄRE WENN:
Und mich freut es, wenn ihr mal vorbeischaut, euch anregen lasst, nachdenklich werdet und mit uns ins Gespräch kommt!
Mendelssohns „Lobgesang“ in der Markuskirche Stuttgart

Liebe Interessierte!
Ich habe ganz versäumt, von meinem letzten Orchesterkonzert zu berichten! Nu isses leider schon rum🤷♀️ Hier ein paar Eindrücke, es war großartig!




Der frühe Vogel…
So ein schöner morgendlicher Übeort! Die Annakirche in Benningen am Neckar, gleich bei mir um die Ecke. Ich habe das Glück, dort üben zu dürfen- das entspannt das Nachbarschaftsklima im Mehrfamilienhaus enorm!😉


LIVE-RADIOGOTTESDIENST AUF SWR4 AM DREIKÖNIGSTAG
https://share.ard-zdf-box.de/s/Ac4ZWaQA7NzwkPS
Live aus UNSERER Kirche! Ich bin auch beteiligt mit Text und Musik. Und die Band SET4, ebenfalls aus Benningen!
