Liebe in einer kleinen Stadt

        
09.10.2026

Unter uns in Remseck – Liebe in einer kleinen Stadt. Konzertlesung nach Ivo Andrić mit dem Duo Ané: Freitag, 16. Oktober, 19 Uhr, ehemalige Synagoge, Remseck-Hochberg 

Was hat eine Erzählung aus einer bosnischen Kleinstadt vor gut hundert Jahren mit dem Remseck von heute zu tun? Mehr, als es auf den ersten Blick scheint: Wie viel Freiheit gesteht eine Gemeinschaft dem einzelnen Menschen zu? Wer darf lieben und über das eigene Leben entscheiden? Und gelten dabei für Frauen und Männer dieselben Maßstäbe? 

Ivo Andrić erzählt in „Liebe in einer kleinen Stadt“ von Rifka, einer jungen Frau in einer bosnischen Stadt, in der das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen ebenso zum Alltag gehört wie feste gesellschaftliche Regeln und die genaue Beobachtung durch die Gemeinschaft. Als Rifka sich verliebt, wird ihr privates Leben zur öffentlichen Angelegenheit. Die Folgen treffen sie mit besonderer Härte. Die 1923 erschienene Erzählung des Literaturnobelpreisträgers Ivo Andrićmacht sichtbar, wie eng Liebe, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Macht miteinander verbunden sein können. In der Konzertlesung begegnet Andrićs Geschichte Stimmen und Perspektiven aus dem heutigen Remseck. 

D’Ané verbindet die Lesung mit Musik für Klarinette und Akkordeon. Werke von Joachim Johow, Béla Bartók, Alberto Ginastera und Astor Piazzolla erklingen dabei teils vollständig, teils in Auszügen oder mit einzelnen musikalischen Elementen. Sie greifen Stimmungen auf, setzen eigene Akzente und geben dem Gehörten Raum zum Nachklingen.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend mit euch – über Liebe, Nähe und Freiheit und darüber, was das Zusammenleben „unter uns“ ausmacht.

Klarinette und Akkordeon- und die Sache mit der Gleichberechtigung

Ich komme aus der klassischen Richtung und kenne die Klarinette aus unterschiedlichen Besetzungen: mit Klavier oder Orchester, in Bläserensembles und in der Kammermusik mit Streichern. Dort sind die Rollen meist klar verteilt. Als die Idee entstand, mit Akkordeon zu spielen, war das für mich deshalb zunächst etwas ganz Neues.

Schnell wurde mir bewusst, welche Möglichkeiten in dieser Kombination liegen. Das Akkordeon kann harmonisch tragen, eine eigenständige Melodie übernehmen oder einen ganzen Klangraum öffnen. Auch die Klarinette ist nicht automatisch auf die Melodiestimme festgelegt. Die Rollen können sich jederzeit verändern – und unter Hinzunahme der Bassklarinette allemal!

Ein weiterer, ganz praktischer Aspekt ist die Unabhängigkeit von einem vorhandenen Instrument vor Ort. Mit dem Akkordeon bringen wir unser eigenes harmonisches Fundament einfach mit. Wir sind unabhängig davon, ob ein Klavier da ist, ob es gestimmt ist oder ob es überhaupt den klanglichen und technischen Anforderungen entspricht, die wir für unsere Musik brauchen. Das gibt uns eine besondere Freiheit: Wir sind nicht darauf angewiesen, was uns an einem Veranstaltungsort erwartet, sondern können unsere Klangwelt selbst mitbringen und gestalten.

Da es für Klarinette und Akkordeon vergleichsweise wenig Originalliteratur gibt, bearbeiten Janina und ich viele Werke. Dabei geht es uns nicht darum, eine ursprüngliche Besetzung möglichst genau nachzuahmen. Wir fragen vielmehr: Was braucht diese Musik – und was kann gerade unsere Besetzung daraus machen?

In den Proben entstehen immer wieder neue Klangverbindungen. Eine Begleitstimme bekommt plötzlich eigenes Gewicht, die Klarinette verschmilzt mit dem Akkordeon oder tritt bewusst in Kontrast zu ihm. Mal führt die eine, mal die andere Stimme. Aus Nähe und Eigenständigkeit entwickelt sich ein musikalischer Dialog.

Bei jeder Bearbeitung suchen wir neu nach dem Kern eines Stücks: Welche Stimme braucht jetzt Raum? Wann ist Nähe wichtig, wann Kontrast? Welche Klangfarbe entsteht überhaupt erst durch das Zusammenspiel dieser beiden so unterschiedlichen Instrumente?

Viele der Antworten, die wir dabei gefunden haben, sind auf unserem Album deeper insight – Klangspuren im Leben zu hören. Für mich ist Klarinette und Akkordeon deshalb weit mehr als eine ungewöhnliche Instrumentenkombination: Es ist eine gemeinsame Klangsprache, die sich mit jedem Stück weiterentwickelt – mit der Freiheit, jeden geeigneten Raum bespielen zu können.

Hört euch an, was ich meine!

Das Album hören: https://music.apple.com/de/album/deeper-insight/6810140889

Die CD bestellen: [Link zu amazon]

Da, schaut! Und dann hört:

https://www.himmelsbogen-stuttgart.de/musik/zuhoeren/musik-rot-programm

D’Ané – CD-Release „deeper insight – Klangspuren im Leben“

15 Jahre gemeinsamer Weg – mit Höhen und Tiefen, besonderen Begegnungen und bewegenden Wendepunkten. Ein tragischer Unfall hat uns einst zusammengeführt. Was damals aus einem Schicksalsmoment entstand, ist über die Jahre zu einer tiefen musikalischen und menschlichen Verbindung gewachsen.

Im vergangenen Jahr mussten wir die Produktion unserer CD aufgrund tragischer Ereignisse verschieben. Umso mehr bedeutet es uns, dass „deeper insight – Klangspuren im Leben“ nun endlich das Licht der Welt erblickt.

Unsere Musik erzählt von diesem gemeinsamen Weg. Klarinette und Akkordeon verschmelzen dabei zu einer Einheit: Wir denken, atmen und gestalten gemeinsam – und manchmal klingt es, als würden zwei Instrumente zu einem einzigen werden.

Auf der CD finden sich Werke, die uns besonders am Herzen liegen – von der Musik des Barock über zauberhafte Ballettmusik bis hin zu den leidenschaftlichen Tangos von Astor Piazzolla.

CD-Release-Konzert D’Ané

Sonntag, 13. September 2026

18 Uhr

Auferstehungskirche Stuttgart

Haldenrainstraße 200

Wir freuen uns sehr, diesen besonderen Moment mit euch zu teilen – und euch ein Stück unserer Geschichte in Musik zu schenken.

Mehr findet ihr auf unserer Website:

http://duoane.com

Foto: Andrea Wagner

 

Was wäre, wenn Weihnachten…?

Liebe Freunde von D’Ané, Musikliebhaber, Kulturbegeisterte und Liebhaber weihnachtlicher Stimmung!

Im dritten Jahr in Folge bringen wir die Konzertlesung „Was wäre, wenn Weihnachten…?“ zur Aufführung. Mit dabei ist wieder unser Sprecher Felix Weise, dieses Jahr sozusagen Gastgeber in der Auferstehungskirche in S-Rot.

Kommt und lasst euch inspirieren, weihnachtlich einstimmen und auch nachdenklich machen durch wundersame Wesen der Weihnacht und einfühlsame Lichtstimmungen, verwoben mit der Musik von D’Ané!

Am Vierten Advent um 17:00 Uhr!

Treue

Nachdem ich mich in den vergangenen zwei Monaten um mich und meine Gesundheit gekümmert habe, bin ich jetzt erholt, gut gelaunt und mit frischer Energie in den Arbeitsalltag gestartet.

Auch meine Klarinetten waren nicht beleidigt, und so gab es auch schon eine sehr produktive Probe mit D‘Ané.

Wir sind auf der Hochzeitsmesse im Schoss Ludwigsburg am 18./19.10.2025 vertreten! Seht und hört uns dort👍

Weiteres zu D‘Ané unter:

http://duoane.com

Es gibt Arbeit!

Wir sind wieder on Tour: morgen spielen ich und meine Klarinetten zum ersten Mal mit dem neuen Kantor der Markuskirche, Lukas Nagel. Jetzt geht’s zur Probe, und wir sind schon ganz gespannt!

Übeflash am Wochenende

Endlich, nach 15 Jahren D‘Ané, sind wir in Planung und Vorbereitung auf unsere erste CD!

Eines unserer geplanten Werke ist „Tema con Variazioni“ von Jean Françaix, und wie viele französische Werke klingt auch das mit Akkordeon ganz großartig!

Heute kam ich so richtig in einen Flow und bin aus meiner Übesession total beglückt wieder aufgetaucht. Suchtgefahr!

Wenn ihr wissen wollt, wie’s bei D‘Ané weitergeht, folgt uns: http://duoane.com

Endlich wieder Südmusik!

Hier, im Markusviertel in Stuttgart, ist die Wiege von D‘Ané. Und nun, 15 Jahre später, performen wir hier erneut!

Mehr erfahrt ihr unter

http://duoane.com